“Wie sind Australier?”
Wieder einmal wurde mir eine sehr merkwürdige Frage zugetragen: “Wie sind Australier?” WIE??? Wie soll man auf solch eine Frage antworten? Oder sollte man darauf überhaupt antworten? Ich hab’s mal versucht …
Also Australier sind ganz clevere Burschen. In den “Jahren”, die sie in der Abgeschiedenheit des 5. Kontinents verbracht haben, haben sie eine perfekte Strategie entwickelt, mit der sie sich geschickt um alle kniffligen Situationen herum manöverieren können. Diese Strategie bezeichnet “das Ausland” allerdings als laidback-Mentatlität.
Was die Äußerlichkeiten angeht, sind Australier für gewöhnlich etwas kleiner als der gemeine Nord- oder Mitteleuropäer, obwohl sie gern etwas größer erscheinen wollen, besonders die weiblichen Exemplare unter ihnen. Weshalb man sie auch oft auf leicht wackeligen Stelzen durch die Städte straucheln sieht.
Frage beantwortet?!
Wenn nicht, gibt es hier eine etwas detailiertere Antwort auf die Frage “Wie sind Australier?“:
- offen und aufgeschlossen
- freundlich, aber etwas oberflächlich
- gesellig, gern mit einem Touch zur Egozentrik und Extravaganz
- laidback oder sagen wir lieber entspannt, aber etwas sorglos
- unkompliziert, das Thema Mode mal ausgeklammert
- trinkfreudige Partygänger
- nationalbewußt aber nicht -verliebt
- Trendsetter und Fashion Adicts, zumind. in den Großstädten
- Sportfanatiker und fitnessbegeistert, auch wenn Australien zu den “dicksten” Nationen zählt
- familiär und tierlieb
- oft verschuldet
- durchaus umwelt- und naturbewußt
- serviceorientiert, natürlich genießen sie selbigen sehr gern
- und …
Hab ich noch was vergessen? Dann … bitte bitte … kommentieren!
Aus Australien
Abgelegt unter: Kurioses aus Australien, Typisch Australisch! Tags: Fakten & Zahlen, Lustiges, Mentalität
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Kommentare zu "“Wie sind Australier?”"
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Immer diese Stereotypen und Vorurteile -g- aber vermutlich treffen sie nun mal oft zu ;)
So trinkbegeistert wie Englänger oder nicht soo schlimm..? ;) Von Deutschen und Oktoberfest wollen wir mal nicht reden.. ach so, Australie auf dem Oktoberfest -> richtig übel und ziemlich besessen von nackten Tatschen dort sowie dem Alk.
Geschrieben am: 26. Juli 2009 um 16:54Ah, so schlimm, ich dachte, das mit dem Oktoberfest wäre nun wirklich ein Vorurteil, scheint dann wohl nicht so! Aber warum sollte mich das auch verwundern. Hier fangen sie ja auch schon um 5pm direkt nach der Arbeit mit dem Trinken an … und um 6pm liegen dann die ersten schon am nächsten Rinnsteig ;-)
Geschrieben am: 26. Juli 2009 um 17:10Tja, da muss man vielleicht ein paar Abstriche machen – speziell bei den Staedtern.
Punkt 1 sollte vielleicht “oberflaechlich” sein. Australier sind, in der Stadt (ich betone das absichtlich, weil ich sehr gute Erfahrungen mit Australiern ausserhalb der Staedte haben und die die Staedter leider auch als extrem oberflaechlich und unaustralisch – eher asiatische Mentalitaet – beschreiben/beschimpfen.
Ignorant waere ein wesentlicher Punkt. Australier sehen am liebsten Australien. Reisen gerne – nehmen aber nichts an (Kultur, Wissen, Lebensweise). Das betrifft leider alle Bereiche, die man als improvement bezeichnen koennte. Man liebt europaeische Produkte, europaeische Autos, europaeischen Strassen, europaeische Frauen (die klammern wir aus – man liebt immer das andere). Aber selber etwas entwickeln, voran treiben – ob Bau, Strassenbau, Hausbau (die Haeuser machen eine Rueckentwicklung durch und Rigibs ist Standard, Qualitaet immer schlechter und Fenster – auf dem Stand von vor 150 Jahren). Europaer und Amerikaner, die etwas wagen, dazu zu sagen – erhalten extrem schnell und sehr direkt die Mitteilung, man soll doch in sein eigenes Land zurueckkehren.
Das Interesse, etwas positiv zu veraendern ist leider nicht vorhanden. Man praeferiert, einfach alles als gegeben hinzunehmen – zwar darueber zu schimpfen – aber nichts aendern zu wollen. Deutsche haben massive Probleme mit dieser Denkweise und ecken daher haeufig an.
Umweltbewustsein – da muss ich absolut wiedersprechen. Der Begriff “greun” ist eine Beleidigung. Leider ist Australien auf dem Stand der fruehen 70er und Umweltschutz ist absolut kein Thema – man igoriert das Thema absolut und in allen Bereichen. Es gibt kaum gesetzliche Auflagen und in der Schule wird dieses Thema nicht einmal angeschnitten. So ist es nicht verwunderlich, dass Australier alles andere als Wasser- oder Stromsparer sind – das Gegenteil ist der Fall. Auch in den Wassersparperioden ist es fast Ironie, dass der Garten zwar nicht bewaessert wird – aber man auf der Strasse steht und den Wagen natuerlich waescht. Waschanlagen im eigentlichen Sinne gibt es nicht (Handwaesche ohne Aufbereitung). Solarzellen – maximal zur Warmwasserversorgung. Der Staat wagt nicht, hier verbindliche Richtlinien zu schaffen – weil Australier sich nichts vorschreiben lassen wollen. Man will ja gewaehlt werden.
Geschrieben am: 16. März 2010 um 13:12Um den Umfang der Umweltzerstoerung zu realisieren, muss man zu den Minenfeldern fahren, in denen, im Tagebau, taeglich Hektarweise uralte Waelder ruecksichtslos zerstoert werden, um Bodenschaetze (meist Kohle) zu gewinnen. Es handelt sich teilweise um tausende von Jahren alten Baumbestaenden – und undwiederbringlich.
Solar- und Windenergie koennten Australien komplett versorgen aber die Minengesellschaften haben die Macht – gerne als Argument verwendet: wir entlassen dann.
Austrlien hat viel positives zu bieten, viel Natur, wunderbare Landstriche und einen extrem hohen Freizeitwert und das ist oft dann auch der einzige Grund, warum man hier bleibt – dies gilt auch fuer mich. Alle anderen Gruende (Freundliche Menschen – auch der relativiert sich, wenn man die Oberflaechlichkeit irgendwann durchschaut) releativieren sich mit der Zeit leider – man muss leider sagen, denn es liegt eben dann doch an einer speziellen Mentalitaet, die man, wenn man laenger hier ist, nicht immer positiv sieht.
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