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	<title>Mein Leben in Australien! &#187; Tiere</title>
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		<title>Hey, ich bin Twister und zieh hier ein?</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 12:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tierisches aus Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Lustig]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[In Australien sind scheinbar alle Tiere furchtbar anhänglich. So hat sich heute wieder einmal ein Vogel in unsere Räumlichkeiten verirrt. Twister, so habe ich ihn getauft, ist ein kleiner Rainbow Lorikeet. Ohne Partner und vermutlich noch relativ jung. Er gehört zu einem Lorikeet-Schwarm, der täglich in den Bäumen unseres Hinterhofs haltmacht. Ich beobachte ihn schon seit ein paar Tagen, aber ...<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Australien sind scheinbar alle Tiere furchtbar anhänglich. So hat sich heute wieder einmal ein Vogel in unsere Räumlichkeiten verirrt. Twister, so habe ich ihn getauft, ist ein kleiner Rainbow Lorikeet. Ohne Partner und vermutlich noch relativ jung. Er gehört zu einem Lorikeet-Schwarm, der täglich in den Bäumen unseres Hinterhofs haltmacht. Ich beobachte ihn schon seit ein paar Tagen, aber bisher hat sich Twister noch nie durch ein offenes Fenster gewagt.</p>
<p>Er war so ruhig und entspannt, dass wir ihn zunächst gar nicht wahrgenommen haben. Ich kann gar nicht sagen, wie lange er schon auf der Tür zum Schlafzimmer saß.  Doch irgendwann, genau gesagt als Chris an ihm vorbei ins Arbeitszimmer mußte, verriet ihn sein leises Zirpen. Neugierig beäugte er uns, schien sich aber durch unsere Anwesenheit nicht bedroht zu fühlen. Vermutlich hat er uns von draußen bereits genauso lang beobachtet, wie wir ihn von drinnen.</p>
<p><span id="more-3406"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3407" title="twister-550" src="http://mein-leben-in-australien.com/wp-content/uploads/twister-550.jpg" alt="" width="550" height="367" /></p>
<p>Ihm schien es derart gut bei uns zu gefallen, dass er sich sogar energisch gegen den Rausschmiss wehrte. Was auch immer wir versuchten, Twister ließ sich auf keine Verhandlungen ein.</p>
<p>Wir konnten ihn nicht mal mit Futter nach draußen locken. Auch zum Fenster ließ er sich nicht zurück tragen. Wann immer man ihn auf den Arm hatte und mit ihm dem Fenster zu nah kam, ist er zurück zu Tür geflattert.</p>
<p>Den Durchbruch brachte schließlich das nahe Geschrei anderer Lorikeets. Was auch immer er darin hörte, es muss ein Lockruf für ihn gewesen sein. Denn zu unserer Erleichterung machte er sich auf dem Weg, dem Geschrei zu folgen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3410" title="twister-1_550" src="http://mein-leben-in-australien.com/wp-content/uploads/twister-1_550.jpg" alt="" width="550" height="367" /></p>
<p>Hoffentlich bedeutet dieser Vorfall nicht, dass wir zukünftig die Fenster nur noch mit geschlossenen Vorhängen offen lassen können.</p>
<p>Denn Lorikeets sind Papageien und Papageien leiden zuweilen an der besagten Papageienkrankheit, die auch auf den Menschen übertragbar ist.</p>
<p>Also wer möchte einen wilden Lorikeet im Haus haben?</p>
<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></content:encoded>
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		<title>Maneater auf Seven (Australischer TV-Sender)</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 12:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tierisches aus Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren]]></category>
		<category><![CDATA[Haie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schau mir grad Maneater (Menschenfresser) auf Seven an und finde es derart interessant, dass ich diesen Artikel noch schnell veröffentlichen muss. Maneater dreht sich um Haie und ihre Beißgebaren. Tatsächlich haben Wissenschaftler in Australien und Amerika über Jahre die steigende Zahl der Angriffe auf Menschen untersucht. Dabei konnten sie bestätigen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Mensch bei ...<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schau mir grad Maneater (Menschenfresser) auf Seven an und finde es derart interessant, dass ich diesen Artikel noch schnell veröffentlichen muss. </p>
<p>Maneater dreht sich um Haie und ihre Beißgebaren. Tatsächlich haben Wissenschaftler in Australien und Amerika über Jahre die steigende Zahl der Angriffe auf Menschen untersucht.<br />
<span id="more-3256"></span><br />
Dabei konnten sie bestätigen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Mensch bei einem Haiangriff ums Leben kommt. Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass Haie oft nur beißen, um Dinge die ihnen nicht vertraut sind, deren Ursprung also nicht sofort erkennbar ist, die sie aber visuell für Nahrung halten, zu untersuchen. Um diese Dinge mit ihren Sensoren in Berührung zu bringen, welche sich unterhalb der Zähne befinden, müssen sie zubeißen. So beißen sie auf ihrer Suche nach Essbaren auch in Surfbretter, Kajaks, Bojen und unter anderem auch Menschen. </p>
<p>Einige Wissenschaftler sind jedoch unentschieden. Ausgehend davon, dass zumindestens der Great White Shark seine Nahrung und andere Dinge ähnlich gut mit dem Auge erfassen kann wie der Mensch, stellen sie in Frage, ob es sich tatsächlich um ein Versehen handelt, wenn ein Hai nach anderem als seiner Beute schnappt.</p>
<p>Warum die Angriffe auf Menschen häufiger geworden sind, ist ebenfalls wiedersprüchlich. Einige meinen, dass sich Nahrungsquellen der Haie im Meer reduzieren und die Haie daraufhin neue erschließen müssen. In Australien hat man aber auch festgestellt, dass sich die Beutefische der Haie dichter zu den Ufern hinbewegen und damit auch die Jäger an die Strände ziehen. </p>
<p>Letztendlich ist jeder Stückweit für sein Glück oder Unglück im Wasser verantwortlich. Wie wir alle wissen:</p>
<ul>
<li>sollte man nicht während der Dämmerungsstunden und des Nachts ins Wasser steigen.</li>
<li> Man sollte niemals allein surfen gehen und</li>
<li> als Badegast möglichst unbewachte Strände meiden. </li>
<li>Wenn man große Scharren von Möwen im Wasser sieht, ist Vorsicht geboten. Wo Möwen sind, sind auch oft Beutefische und Beutefische ziehen Haie an.</li>
<li>Bei einem Angriff ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Einige konnten sich von dem Biß des Jägers befreien, indem sie selbigen auf die Nase getreten oder in die Augen gestochen haben.</li>
</ul>
<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></content:encoded>
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		<title>Zelten in Australien III &#8211; Ein nächtlicher Besuch</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 06:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen und Campen in Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Campingabenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstaunlich, ich hätte nicht gedacht, dass ich so bald von meinem dritten Camping-Abenteuer in Australien berichten würde. Aber warum auch nicht, in den letzten Jahren haben wir derart viel erlebt, dass ich damit ganze Bücher füllen könnte. Leider fehlt es mir an der Zeit und manchmal auch an dem Willen, all dieses Abenteuer niederzuschreiben. Alle Stadtmenschen unter Euch können somit ...<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunlich, ich hätte nicht gedacht, dass ich so bald von meinem dritten Camping-Abenteuer in Australien berichten würde. Aber warum auch nicht, in den letzten Jahren haben wir derart viel erlebt, dass ich damit ganze Bücher füllen könnte. Leider fehlt es mir an der Zeit und manchmal auch an dem Willen, all dieses Abenteuer niederzuschreiben.</p>
<p>Alle Stadtmenschen unter Euch können somit aufatmen und ihre Stirn entrunzeln. Es ist mit Sicherheit nicht der richtige Augenblick, um ein für alle Male den Browser zu schließen und meinem Blog für immer den Rücken zu kehren. Auch wenn ich Tiere und die Natur liebe, weiß ich, dass es einige Leser gibt, die auch &#8220;etwas&#8221; andere Interessen haben und daher hin und wieder gern einen &#8220;urbanen Artikel&#8221; lesen würden. Ich kann Euch versprechen, auch diese werden bald folgen. Doch derzeit dreht sich alles um  die  &#8220;Great Outdoors&#8221;.</p>
<p><span id="more-2956"></span></p>
<p><img style="float:left; margin: 5px 10px 10px 0" class="alignleft" title="common-bushtail-possum" src="http://mein-leben-in-australien.com/wp-content/uploads/common-bushtail-possum.jpg" alt="Common bush-tailed Possum Australien" width="200" height="184" />Im Mittelpunkt der heutigen Geschichte  steht wieder einmal ein tierischer Besucher. Jedoch hat sich dieser &#8211; <a href="http://mein-leben-in-australien.com/zelten-in-australien-ii-ein-grunzen-in-der-nacht">anders als der grunzende Koala aus meiner zweiten Geschichte</a> &#8211; bereits am Abend nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz bei uns vorgestellt. &#8220;Hungriges Possum&#8221; hieße er und wäre auf der Suche nach Leckereien, welche er für gewöhnlich von den Campern auf den Platz erhalten würde. Und seien wir mal ehrlich, wer kann schon diesem Blick widerstehen? Ich wäre vermutlich auch weich geworden, hätte ich genau gewußt, dass ich dem Possum durch das Füttern nicht schaden würde. Aber zum einen war mir sein Speisezettel damals wirklich nicht bekannt und zum anderen sollte man keine Tiere auf Campingplätzen anfüttern. Allerdings sind  &#8220;Nicht-Sollen&#8221; und &#8220;Tun&#8221; bekanntlich zwei unterschiedliche Dinge und wie bereits gesagt, war dieses Possum äußerst geschult darin, Menschen um <del datetime="2010-05-27T06:28:10+00:00">den Finger</del> &#8211; Verzeihung &#8211; die Kralle zu wickeln.</p>
<p>Wie wir bald erfahren sollten, hatte dieses Possum nicht nur das Betteln perfektioniert, es gab auch noch andere &#8220;Freizeitbeschäftigungen&#8221;,  denen es in der Nacht nachging. Doch bis zu jenem Zeitpunkt genossen wir das Spiel des possierlichen Tierchens und seiner Freunde. Wir &#8220;verfolgten&#8221; ihren Weg auf den Bäumen des Campingplatzes. Schnell sprangen und rannten sie von Ast zu Ast, kletterten die Stämme herunter, um sich am Boden zu balgen oder den Kindern die Leckereien aus den Händen zu fischen. Hin und wieder kam auch eines des Possums an uns heran, hielt sich an unseren Beinen fest oder stupste mit der Nase, als wenn es sagen wollte: &#8220;Hey, hast du nichts Gutes für mich?!&#8221;.</p>
<p>Kurz gesagt, es war einer jener Abende, die man derart genießt, dass man gar nicht spürt, wie die Zeit vergeht. Und so gingen auch auf unserem Campingplatz nach und nach die Lichter aus.</p>
<p>Trotz des Sommers war die Nacht angenehm kühl. Das Einschlafen sollte daher auch für uns kein Problem werden. Nein mit Sicherheit nicht, diesmal waren wir gut ausgerüstet und erschöpft genug, um lange und tief zu schlafen.</p>
<p>Doch wie immer hatten wir unser Vorzelt nicht  verschlossen und mein Schlaf war wohl auch nicht so tief, wie zunächst angenommen. Denn mitten in der Nacht wurde ich von einem nahen Rascheln geweckt. Mit schlaftrunkenen Augen versuchte ich mich im Zelt zu orientieren. Dank der kleinen Laterne, unter der wir zelteten, brauchte ich auch nicht allzu lange, um eine rasche Bewegung hinter dem kleinen Kühlkompressor  in unserem Vorzelt auszumachen.</p>
<p>Scheinbar wurde auch ich in demselben Moment erspäht, denn mit einem Satz landete eine rosa Nase direkt vor dem Gitternetz unseres Innenzeltes. Der mir nur allzu bekannte <strong>&#8220;Ich hab Euch alle ganz lieb und wann kriege ich endlich was zu essen&#8221; &#8211; Blick</strong> ließ natürlich nicht auf sich warten. Doch diesmal hätte er selbst unter den besten Voraussetzungen, keinerlei Erfolg verzeichnet. Denn ich hatte seinen &#8220;Träger&#8221; gerade bei einer illegalen Zeltdurchsuchung ertappt. Dem Possum war dies natürlich nicht gewähr und so blieb es weitere Minuten, in der Hoffung etwas Eßbares abzustauben, in unserem Vorzelt sitzen.</p>
<p>Schließlich trat es unverrichteter Dinge den Rückzug an und ließ sich in jener Nacht auch nicht mehr blicken. Zumindestens hoffte ich das! Sicher sagen kann ich es leider nicht, denn schon bald holte mich der &#8211; diesmal tiefe &#8211; Schlaf wieder ein.</p>
<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></content:encoded>
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		<title>Zelten in Australien II &#8211; Ein Grunzen in der Nacht</title>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 05:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen und Campen in Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Campingabenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hoffe, ich habe mit dem ersten Teil meiner Camping-Serie keinem die Freunde am Zelten in Australien genommen. Wer sich jetzt doch etwas gruselt, dem sei versichert, dass der besagte Campingplatz nicht zu den Gelisteten gehört und es daher sehr unwahrscheinlich ist, dass Ihr ihn auf einer Roadtour in Australien überhaupt anfahren würdet. Zudem bedenkt,  dass dieser Platz, egal wie ...<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hoffe, ich habe mit <a href="http://mein-leben-in-australien.com/zelten-in-australien-teil-i-das-abenteuer-beginnt">dem ersten Teil meiner Camping-Serie</a> keinem die Freunde am Zelten in Australien genommen. Wer sich jetzt doch etwas gruselt, dem sei versichert, dass der besagte Campingplatz nicht zu den Gelisteten gehört und es daher sehr unwahrscheinlich ist, dass Ihr ihn auf einer Roadtour in Australien überhaupt anfahren würdet. Zudem bedenkt,  dass dieser Platz, egal wie gruselig er für uns war,  für die Menschen dort immerhin ein Zuhause ist. Und das ist doch das einzig wirklich Schreckliche an der Sache. Denn wer möchte schon eine Nacht in solchen Verhältnissen campen. Ganz zu schweigen von einem ganzen Leben!</p>
<p>Aber bevor ich jetzt gänzlich abschweife, beginne ich lieber mit meinem nächsten Abenteuer. Und das, so kann ich Euch versprechen, ist weitaus lustiger und weniger traurig. Vielleicht aber genauso gruselig ;-)</p>
<p><span id="more-2640"></span></p>
<p>Diesmal beginne ich wirklich ganz am Anfang unserer australischen Camping-Karriere. Ich nenne es einfach mal  Camping-Karriere, weil wir eigentlich eher aus der Sektion &#8220;Motel/Hotel&#8221; stammen. Tatsächlich haben wir in den ersten Jahren in Australien nie gezeltet. Auf allen unseren Road-Trips haben wir uns mehr oder weniger gut von Motel zu Hotel hangeln können.</p>
<p>Allerdings haben wir dadurch auch viel von der natürlichen Schönheit Australiens verpasst. In den Ortschaften und Städten ist nun mal nicht sehr viel Wildlife desnachts zu erleben und auch das einmalige Farbspiel der Dämmerung ist dort nur halb so schön. Irgendwann konnten wir schließlich den Wunsch nach einwenig mehr Naturnähe nicht mehr ignorieren und haben eine Camping-Grundausstattung gekauft.</p>
<p>Ich würde jetzt gern sagen: &#8221; Und damit begann das Abenteuer&#8221;, aber leider kann ich das nicht. Der erste Campingtrip hat uns bereits nach einer Nacht zurück ins Motel geführt und dann verstrichen weitere 12 Monate, bis unser Zelt überhaupt wieder den Kofferraum des Autos gesehen hat.</p>
<p>Doch unsere zweite Nacht in der Wildnis hat schließlich unseren &#8220;Camping-Nerv&#8221; getroffen. Damals haben wir uns ganz spontan an einem schönen Wochenende zu einem Ausflug an die Central Coast entschlossen und genauso spontan haben wir dann auch alle wichtigen Dinge zuhause vergessen, einschließlich der Isomatten. Solche sollen zuweilen ja  doch etwas Liegekomfort bieten können. Zumindestens bei einer &#8220;unebenen&#8221; Camping-Site. Und genau diese hatten wir erwischt. Oder soll ich lieber sagen, wir hatten danach gefragt?! Denn wir wollten unbedingt einen halbschattigen Stellplatz haben. Den haben wir dann auch unter einem Eucalyptus-Baum bekommen. Oih, werden jetzt manche denken, Eucalyptus-Baum bedeutet nichts Gutes. Aber trotz seinem Ruf als &#8220;Widowmaker&#8221; und glaubt mir, wir haben auch schon einige Exemplare brechen oder umfallen sehen, hat unser Eucalyptus-Baum nur indirekt mit der Geschichte zu tun.</p>
<p>Wie jeder weiß, ist der Nachtschlaf beim Camping eine reine Gewöhnungssache. Je öfter man campt, desto fester wird der Schlaf. Was soll ich sagen, es war unser zweiter Camping-Ausflug nach einer unglaublich langen Zeit der Abstinenz. Dementsprechend leicht war mein Schlaf und der harte, holzige Untergrund erweckte die &#8220;Prinzessin&#8221; in mir. Sprich, ich konnte Australiens nächtliche Schönheit in vollen Zügen genießen.</p>
<p>Zunächst habe ich dies natürlich auch getan, die Schreie der Vögel in der Dämmerung und der spätere schrille Schrei der platzeignen Pfauen war mir vertraut und daher nicht bedenklich. Außerdem war der Campingplatz komplett umzäunt. Was sollte hier Schlimmeres den Zugang finden?!</p>
<p>Was aber, wenn sich sich das &#8220;Ding&#8221; bereits auf dem Campingplatz befindet?!</p>
<p>Diese Frage kam mir wie aus dem Nichts, als es plötzlich unweit unseres Zeltes zu grunzen begann. Und schon wurden meine Gedanken angetrieben: &#8216;Grunzen?! Ja, grunzen?! Welches Tier in Australien grunzt? Gibt es überhaupt einheimische Tiere, die schweineähnliche Laute ausstoßen? Schweine? Nein, auf dem Camping-Platz gab es nur Pfauen. Was ist, wenn sich ein wildes Schwein auf den Platz verirrt hat? Nein, das wäre der Security aufgefallen und immerhin dreht die ja ständige ihre Runden. Außerdem habe ich in dieser Gegend noch nie etwas von ausgewilderter Schweinen gehört. Rehe, Füchse und Kanichen ja, aber keine Schweine. Also noch einmal genau hinhören. Mmmh nichts, es ist absolut still. Vermutlich habe ich mich verhört oder jemand im Zelt nebenan hat zu laut geschnarcht.&#8217;</p>
<p>Damit hatte sich die Sache für mich erst einmal erledigt. Immerhin &#8220;beschützte mich&#8221; die Security und ein fester Zaun. Also was soll schon passieren. Und so fand mich der Schlaf wieder.</p>
<p>Doch plötzlich grunzte es direkt neben mir außerhalb des Zelts. Hatte ich geträumt? Nein!!! Da war es wieder. Ein lautes Grunzen. Oder &#8230; ein Knurren!!! Ja, das Geräusch war eher eine Mischung aus beiden. Noch dazu erschreckend laut! Hörte es tatsächlich keiner außer mir. Alle anderen schienen zu schlafen. Sollte ich wenigstens Chris wecken. Nein, warum auch?! Wir waren ja geschützt im Zelt.&#8217;ZELT?!!! Nur ein Zelt, da ist keine feste Tür!&#8217;</p>
<p>&#8220;Chris, hörst du das? &#8230; Chris.&#8221; Ich entschied mich für einem &#8220;leichten&#8221; Stoß  in seine Seite.</p>
<p>&#8220;Was ist denn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Hörst du das nicht?! Es grunzt!&#8221;</p>
<p>&#8220;Was grunzt?&#8221;</p>
<p>&#8220;Na, da draußen&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, und? Da ist ein Tier, das von den Campingabfällen angelockt wird&#8221;</p>
<p>&#8216;WAAAAASSSSSSSSS! Campingabflälle! Essensreste! OMG, wo ist die Kühlbox? Ist unser Vorzelt verschlossen?&#8217; Nein, natürlich nicht. Es war am Abend zu heiß, als dass wir das Vorzelt hätten verschließen wollen. Aber was hätte das auch gebracht?! Wenn das &#8220;Ding&#8221; hinter Futter her war, dann würde ein Reißverschluss es mit Sicherheit nicht draußen halten.</p>
<p>Und wieder die ungeklärte Frage: &#8216;Was ist das &#8220;Ding&#8221;?&#8217;</p>
<p>&#8220;Was denkst du, was das ist?&#8221;</p>
<p>&#8220;Keine Ahnung!&#8221;</p>
<p>&#8220;Es grunzt, könnte es ein Schwein sein?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, was soll ein Schwein auf einem australischen Campingplatz?&#8221;</p>
<p>RRRRCHHHH! Da war es wieder! Definitiv kein Grunzen! Aber je mehr ich mich entspannte, um so vertrauter kam mir das Geräusch vor!</p>
<p>&#8216;Am besten ich schaue mal nach! Was würde das Schlimmste sein, was mich da draußen erwarten könnte. Ein mürrisches Eastern Grey. Aber Kängurus grunzen nicht. Nicht so! Wie spät ist es eigentlich? Mmmh, bereits kurz nach 5 Uhr. Ich kann eh nicht mehr schlafen, dann kann ich auch mal vorsichtig um die Ecke schauen.&#8217;</p>
<p>Wie gedacht, so getan &#8230; ich schlüpfte in meinen Fleece und öffnete vorsichtig den Reißverschluss des inneren Zeltes.</p>
<p>RRRRRRRRCHHHH!</p>
<p>Und da war der Reißverschluss auch wieder zu! Weitere fünf Minuten verstrichen.<br />
&#8216;Was könnte das sein?&#8217;</p>
<p>Ich war mir sicher, aber ich hatte das grunzige Knurren, Fauchen, was auch immer, definitiv schon einmal gehört. Nur wo? Welche Tiere sind groß genug, einen derartigen Lärm zu machen und warum schien dies keinen der Australier um uns herum zu beunruhigen? Hatten die nicht mal Angst, dass das Tier sich über ihre Speisen hermachte? Wenigstens im Zelt neben uns müßten sie dieses Grunzen gehört haben, immerhin hatte dort  jemand vor nicht allzu langer Zeit geniest.&#8217;</p>
<p>&#8220;Chris, kommt dir das nicht auch bekannt vor? &#8230; Chris?&#8221;</p>
<p>Chris schien sich genauso wenig gestört zu fühlen, wie alle übrigen. Er schlief schon wieder.</p>
<p>Scheinbar tat jeder so, als würde da draußen nur ein kleines kuschliges Bärchen herumtoben. &#8216;Kuschlig?! Ja!!!!&#8217; &#8230; und dann kam mir die Erleuchtung: Koalas! Ja, Koalas können grunzen! Sie können sogar richtig laut fauchen und knurren, wenn sie gereizt sind. Nicht zu unrecht, wenn auch biologisch nicht richtig, nennt man sie Koalabären!</p>
<p>Als ich nun das Zelt öffnete und vorsichtig nach draußen schaute, sah ich den Koala keine zwei Meter von mir entfernt  &#8220;seinen&#8221; Eucalyptus-Baum heraufklettern. In einer Astgabel direkt über unserem Zelt &#8220;setzte&#8221; er sich schließlich zur Ruhe. Ich hingegen genoß nun die Präsenz meines nächtlichen &#8220;Störenfrieds&#8221; und plante bereits unseren nächsten Campingtrip in die &#8220;große weite Wildnis&#8221; von Australien.<br />
<img class="imageCenter" style="margin-top: 20px; margin-bottom: 20px;" title="stoerenfried_koala" src="http://mein-leben-in-australien.com/wp-content/uploads/stoerenfried_koala1.jpg" alt="Koala im Eucalyptus Baum" width="400" height="268" /></p>
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		<title>Nachbar&#8217;s Sausage Dog</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 09:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tierisches aus Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Haustiere]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<category><![CDATA[Mentalität]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich habe ich nicht erwartet, dass ich nach erstaunlichen zwei Artikeln am gestrigen Tag noch irgendein Thema finden würde, über das ich in den kommenden Wochen schreiben könnte. Aber wie immer kommt es anders, als man denkt. Diesmal darf ich unseren Nachbarn danken, die heute beschlossen haben einen kleinen Nachbarschaftskrieg wegen dem Gekläff  eines sausage dogs zu beginnen. Well, ein ...<br />&copy; 2008-2010 mein-leben-in-australien.com - All Rights Reserved<br /><br />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich habe ich nicht erwartet, dass ich nach erstaunlichen zwei Artikeln am gestrigen Tag noch irgendein Thema finden würde, über das ich in den kommenden Wochen schreiben könnte. Aber wie immer kommt es anders, als man denkt.</p>
<p>Diesmal darf ich unseren Nachbarn danken, die heute beschlossen haben einen kleinen Nachbarschaftskrieg wegen dem Gekläff  eines sausage dogs zu beginnen.</p>
<p><span id="more-2550"></span>Well, ein sausage dog ist nichts anderes als ein ganz gewöhnlicher Dackel und der betreffende in meiner Geschichte hat noch nicht mal das Organ, um überhaupt jemandens Nerv zu treffen. Sagen wir so, in einem Suburb, in dem man am Morgen von dem schrillen Geschrei der Kakadus geweckt wird, ist das Bellen eines kleinen Hundes wirklich nur Nebensache.</p>
<p>Um ehrlich zu sein, hätte ich es noch nicht einmal wahrgenommen, wenn nicht einer unserer Nachbar dies zum Anlass genommen hätte, seine Fäkalsprache aufzupolieren. Nachdem der Besitzer des Hundes diese aber scheinbar nicht zu verstehen schien, erinnerte sich der Bellgeschädigte an seinen letzten Chemiekurs und erwägte, welches der damals besprochenen Gifte wohl das Geeignete sei, um einen bellenden Hund ruhig zu stellen.</p>
<p>Omg?! Dass dies jeden Hundeliebhaber aus der tiefsten Taubheit erweckt, ist verständlich. Der betreffene Hundebesitzer ließ sich solche Drohungen natürlich auch nicht ohne die passende Antwort gefallen. Er hat unseren Nachbarn freundlichst zu sich eingeladen, um die Sache &#8220;auszudiskutieren&#8221;.  Fast hätte ich geglaubt, dass morgen zwei Blauäuglein durch Bondi laufen werden, aber falsch gedacht.</p>
<p>Ein kleiner bellender Dackel hat durchaus seinen Charm. Und mit selbigen hat er dann auch den genervten Nachbarn um die Pfote gewickelt. Als bald der Nachbar, dem Diskussionsangebot nachgekommen war und das feindliche Territorium betreten hatte, hörte man plötzlich nur noch solche netten Sachen wie &#8220;cute doggy&#8221; and &#8220;sweet puppy&#8221;. Und scheinbar waren dies dann auch die Zauberworte für die kleine sausage roll, oh sorry den sausage dog, denn dieser ist jetzt auch wieder vollkommen ruhig. Vielleicht schaut er aber auch grad seinem Besitzer und dessen &#8220;neuem Freund&#8221; beim Bruderschaftstrunk zu ;-)</p>
<p>Ja, so schnell können sich Zank und Streit in Australien erübrigen.</p>
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