Glück gehabt
Es war an einem ANZAC-DAY auf der Great Ocean Road und wer in Australien lebt oder schon einmal dort Auto gefahren ist, weiß, dass feiertags doppelte Strafen auf Verkehrssünder warten. Dementsprechend aktiv ist natürlich auch die Polizei.
Dummerweise war an jenem Tag nicht nur die Polizei aktiv sondern scheinbar auch jedes einzelne von Melbourne’s Transportunternehmen, das der Touristenverschiffung zu den Twelve Aposteles dient. Melbourne-People können mir sofort beipflichten, dass es davon nicht wenige gibt.
Generell sind Reisebusse eigentlich kein Problem auf Australien’s Straßen, da sie gern das Geschwindigkeitslimit großzügig ausnutzen. Jedoch wird es problematisch, wenn sie von Campervans in ihrem Geschwindigkeitsrausch gezügelt werden.
Und genau das passierte an jenem ANZAC-DAY auf der Great Ocean Road. Dank eines kleinen weißen Gefährts und der sich dahinter aufstauenden Buskolonen ging es in Schrittgeschwindigkeit die doch recht kurvige Straße entlang.
Dies wollten wohl einige P-Plater nicht ganz wahrhaben und haben kurzerhand auch die rechte Spur annektiert. Da es nicht viel Speed bedurfte, um der Blechlawine Herr zu werden, sprach eigentlich auch nichts gegen ihre eifrigen Versuche.
Dies ist jedoch der Wendepunkt der Geschichte, an dem natürlich die Polizei ins Geschehen tritt. Wer jetzt Radarfallen, halsberechische Bremsversuche und wilde Verfolgungsjagden erwartet, sollte die letzten Sätze noch einmal aufmerksam lesen. Denn wie gesagt, waren die jungen Autofahrer nicht zu schnell unterwegs. Zu mindestens nicht wesentlich zu schnell. Allerdings war ANZAC-DAY und aufgrund des Feiertags konnte man wohl auch mit einem erhöhten Alkoholkonsum rechnen. Davon zu mindestens ging die Polizei aus. Sporadisch hat sie die Fahrzeuge zum Test auf die engen Nothaltebuchten entlang der Felsen gewunken. Dabei traf es natürlich immer die ersten Autos einer Kolone. “Was für ein Glück,” mögt Ihr jetzt sagen “dann seid Ihr ja schließlich doch noch den “Bremsbacken” losgeworden?!”
“Nein, leider nicht!” Das Glück stand auf der Seite des kleinen, weißen Campervans, dessen Abfahrt wohl von jedem sehnlichst erhofft wurde. Zufall oder Schicksal: Kurz bevor unsere Schlange die nächste “Kontrollstation” erreicht hatte, waren immer irgendwelche “Pechvögel” an ihm vorbeigezogen. Für sie hielt nun das Spiel “Überhol die Blechlawine” eine neue Ereigniskarte bereit. Sie brachte die frohe Botschaft: “Gehe zurück zum Start”.
Da hat es sich mal wieder bewahrheitet: Die Ersten werden die Letzten sein!
Aus Australien
Abgelegt unter: Leben und Arbeiten in Australien Tags: Lustiges, Verkehr
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Kommentare zu "Glück gehabt"
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[...] Eine der schönsten Touren an der australischen Südküste ist die Great Ocean Road. Entlang der kurvenreichen Straße an der Küste lassen sich viele traumhafte Strände und Sehenswürdigkeiten entdecken. Neben den [...]
Geschrieben am: 16. März 2009 um 04:37Schreibe einen Kommentar