“BITTE NICHT FÜTTERN? – BITTE NICHT FUTTERN!”
Die Idylle der australischen Nationalparks ruft förmlich nach einem Brunch inmitten der Natur. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn nicht genügend Menüs für zusätzliche Gäste vorhanden sind. Selbst ausgeschilderte Picknickplätze bieten wenig Sicherheit vor hungrigen Räubern.
Wohl dem, der nur von kleinen Vögeln heimgesucht wird. Es kann auch schlimmer kommen, z.B. wenn ein ausgewachsenes Kängurus die Picknickvorräte nach Leckereien durchsucht. Australier scheinen damit wenig Probleme zu haben.
Während sie gelassen, dem Beuteltier bei seiner Diebestour zuschauen und vermutlich hoffen, dass der Magen des dreisten Räubers gefüllt ist, bevor nur noch leere Tüten und Dosen übrig sind, reagieren die meisten Touristen sehr panisch auf die flinken Krallen des Kängurus, wenn selbige die Picknickkörbe und Kühltaschen durchsuchen. Viele versuchen aussichtslos ihre wenigen Habseeligkeiten vor dem Känguru in Sicherheit zu bringen oder sogar das kräftige und schnelle Tier zu vertreiben.
Wer den “Picknickkriegen zwischen Mensch und Tier” entgehen will, sollte bekannte Känguru-Habitate meiden. Denn diese werden mit Sicherheit auch zur Lunchtime heimgesucht.
Aber Vorsicht, auch in luftigen Höhen lauern allerorts Gefahren. Während unseres Weihnachtstrip wurden wir von einem Laughing Kookaburra attackiert, der es auf einen Hähnchenschenkel unseres Abendessens abgesehen hatte.
Nur ein kurzes Gelächter des Vogels kündigte seine Ankunft an und schon sahen wir uns Auge in Auge mit einem kräftigen, spitzen Schnabel. Fixierend, beinahe hypnotesierend, beäugte uns der Kookaburra, bevor er schließlich nach dem Hähnchen auf dem Teller schnappte. Das folgende Tauziehen um den knusprigen Schenkel beendete der Vogel schließlich mit einem kräftigen Ruck, der den Schenkel von dem restlichen Hähnchen trennte und uns um einen köstlichen Teil unseres abendlichen Picknicks brachte. Zu unserer Genugtuung konnte auch der dreiste Räuber sein Abendessen nicht in vollen Zügen genießen. Verschreckt durch spielende Kinder, musste er seine Beute zurücklassen.
Aus Australien
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Kommentare zu "“BITTE NICHT FÜTTERN? – BITTE NICHT FUTTERN!”"
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Geschrieben am: 8. Juli 2009 um 16:35Schreibe einen Kommentar